Wallbox Kosten: Aktuelle Kostenübersicht 2026
Wallbox Kosten: Das Wichtigste in Kürze
- Eine Wallbox kostet inklusive Installation im Durchschnitt 800 - 3.000 €. Der genaue Preis ist unter anderem von der Leistung sowie den Installations- und Genehmigungskosten abhängig.
- Bei 22 kW kann auch die Genehmigung Geld kosten.
- Vermieter dürfen Wallboxen grundsätzlich nicht verbieten. Eine formelle Zustimmung braucht es für die Installation aber auf jeden Fall.
- Bei Eigentümergemeinschaften werden die Kosten geteilt, im Mietverhältnis kommt in der Regel der Mieter für alle Kosten betreffend der Wallbox auf.
- Förderungen für Wallboxen gibt es nur noch vereinzelt in manchen Bundesländern.
Eine eigene Wallbox macht das Laden eines E-Autos zu Hause komfortabel und effizient. Doch vor der Installation sollten alle anfallenden Kosten bedacht werden – von der reinen Anschaffung bis hin zum Installationsaufwand und möglichen Genehmigungen. Auch die Frage, wer in Miet- oder Eigentumshäusern für welche Kosten aufkommt, kann wichtig sein. Der folgende Überblick zeigt die wichtigsten Preisfaktoren und klärt, welche Fördermöglichkeiten es aktuell noch gibt.
Was kostet eine Wallbox?
Eine Wallbox kostet inklusive Installation 800 - 3.000 €. Die genauen Kosten sind abhängig von der Leistung der Wallbox sowie den Installations- und Genehmigungskosten. Die Tabelle gibt einen Überblick über die Preisspannen.
Neben der Leistung haben auch Features wie die Steuerung per App, Eichrechtskonformität oder die Kompatibilität mit der Photovoltaikanlage (intelligente Wallbox) Einfluss auf den Preis einer Wallbox. Die Installationskosten hängen unter anderem vom benötigten Aufwand, wie beispielsweise Änderungen am Sicherungskasten, Wanddurchbrüchen oder der Länge der Kabelwege ab.
Ein weiterer Kostenpunkt bei 22 kW Wallboxen ist die Genehmigung. Bis zu 500 Euro können es werden, sofern Änderungen am Netzanschluss notwendig sind, weil Leitungen und Sicherungen am Haus verstärkt werden müssen. Schauen wir uns ein paar Kostenanteile im Detail an.
Anschaffungskosten
Die Anschaffungskosten einer Wallbox liegen je nach Hersteller und Modell bei ca. 300 - 3.000 €. Je nach gewünschtem Funktionsumfang kann die eigene Wallbox aber sogar noch teurer werden. So sind Preisunterschiede von bis zu 2.000 € keine Seltenheit. In Extremfällen werden Preise von bis zu 5.000 € aufgerufen.
Installationskosten
Vergleicht man die Angaben verschiedener Anbieter, so
ergeben sich insgesamt in der Regel
Installationskosten für Wallboxen von 500 - 2.500
€. Aber auch bei den Installationskosten gibt es große
Schwankungen, da es viele Faktoren gibt, die die
Installationskosten von Wallboxen maßgeblich
beeinflussen. Hierzu zählen u. a.:
-
Das Wallbox-Modell: Unterschiedliche
Modelle haben oft auch unterschiedliche
Schutzmaßnahmen. Hier muss ggf. nachgerüstet werden,
was wiederum die Installationskosten erhöht.
-
Entfernung vom Stromkasten zum Aufstellort: Je länger das Kabel zur Wallbox sein muss, desto
höher die Kosten.
-
Umbaumaßnahmen, wie z. B.
Mauerdurchbrüche: Hoher Umbaubedarf lässt auch die
Installationskosten einer Wallbox steigen.
- Anmeldung beim Netzbetreiber: Wallboxen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Normalerweise sind diese Kosten in den Installationskosten enthalten. Da Ladestationen mit mehr als 11 kW Ladeleistung allerdings eine besondere Genehmigung brauchen, können hier nochmal Kosten i.H.v. 500 € anfallen.
Betriebskosten
Nach Kauf und Installation der Wallbox fallen erstmal
keine weiteren Kosten an. Eine regelmäßige
Wartung etwa alle zwei bis vier Jahre wird
empfohlen, ist aber nicht zwingend erforderlich. Sie können mit
Wartungskosten von ca. 200 € für Ihre
Wallbox rechnen.
Der Großteil der Betriebskosten der Wallbox sind also
im Prinzip nur die Stromkosten, die Sie bezahlen, um
Ihr E-Auto zu laden. Die gute Nachricht: Die Stromkosten für die Wallbox
bzw. das Elektroauto sind
günstiger als die durchschnittlichen
Benzinpreise. Das bedeutet, dass Ihre Stromrechnung zwar steigt,
Sie aber je nach E-Auto keine Benzinkosten mehr
haben.
Am günstigsten wird übrigens mit dem Strom aus der eigenen PV-Anlage geladen. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zu der Traumkombination in diesem Artikel zusammengefasst: Wallbox und Photovoltaik
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Wallbox im Mehrfamilienhaus: Welche Kosten übernimmt der Vermieter?
Im Einfamilienhaus ist der Fall klar: Der Besitzer tankt dort sein E-Auto und zahlt demnach auch alle Kosten für die Wallbox und deren Installation. Aber wie sieht es im Mehrfamilien- bzw. Mietshaus aus? Was passiert bei mehreren Eigentumswohnungen oder wenn mehrere Mieter die Wallbox nutzen möchten. Wer zahlt und wer muss der Nutzung zustimmen?
Mehrfamilienhaus mit mehreren Eigentümern
Bei Eigentumswohnungen müssen alle Eigentümer den Änderungen für die Wallboxinstallation am Haus zustimmen. Die Kosten trägt in der Regel der, der die Wallbox nutzt. Das kann nur ein Eigentümer sein, oder aber mehrere. Will das ganze Haus die Wallbox nutzen, werden die Kosten untereinander aufgeteilt. In diesem Fall muss auch die Abrechnung fair und einwandfrei funktionieren.
Je nach Fall kann sich die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) an den Kosten beteiligen, vor allem bei baulichen Veränderungen, um die Ladeinfrastruktur zu ermöglichen. Sofern die Wallbox den Wert der Immobilie steigert, kann auch die WEG dafür aufkommen. Immerhin profitieren davon alle Eigentümer.
Übrigens haben Mieter und Wohnungseigentümer seit dem 1. Dezember 2020 durch das Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetzes (WEMoG) einen Anspruch auf die Installation einer Wallbox. Dadurch dürfen Eigentümergemeinschaften (WEG) den Antrag nicht grundsätzlich ablehnen. Eine formelle Zustimmung aller Parteien braucht es aber trotzdem.
Mietshaus mit mehreren Wohnungen
Im Mietshaus gibt es meist einen Eigentümer, der die Wohnungen vermietet. Möchte man als Mieter eine Wallbox installieren, darf der Vermieter das nicht grundsätzlich ablehnen. Allerdings trägt im Normalfall der Mieter die Kosten für Installation und Betrieb der Wallbox. Also alles was Installation, Anschaffung und laufende Betriebskosten betrifft. Zieht der Mieter wieder aus, muss er für den Abbau der Ladestation bezahlen.
Es gibt aber auch Vermieter, die die Kosten übernehmen, zum Beispiel, wenn auch sie ihr Auto an der Wallbox laden oder generell mehrere Parteien ihre Fahrzeuge dort laden. Da das aber den Wert des Hauses steigert, wird der Vermieter das auf die Miete umrechnen.
Wallbox Förderung in 2025
Die Investition in ein eigenes Elektroauto und Wallbox lässt viele Deutsche noch zurückschrecken. Daher gibt es verschiedene Förderprogramme, die die Anschaffung einer günstigen, klimafreundlichen Lösung ermöglichen sollen.
Wallbox-Förderung auf Landesebene
Zum Vorteil vieler Verbraucher werden Wallboxen auch auf Landesebene gefördert. Dadurch ergeben sich auch abseits der KfW-Förderrichtlinien passende Fördermöglichkeiten. So gibt es z. B. in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg Programme, die Elektromobilität fördern. Alle Informationen für Ihr Bundesland finden Sie hier: Wallbox Förderung
KfW Wallbox-Förderung
Leider gibt es im Moment keine aktiven KfW-Förderprogramme für Wallboxen.
Im Jahr 2020 startete die Bundesregierung die
KfW-Förderung 440. Über diese Förderrichtlinie werden
Kosten einer Wallbox, das System für das Energie- und
Lademanagement der Ladestation sowie der
Installationsaufwand pauschal mit 900 € pro Ladepunkt
gefördert.
Leider sind diese Förderungsmittel seit Oktober 2021
aufgrund der hohen Nachfrage ausgeschöpft. Über eine
Erweiterung der Förderung wird momentan diskutiert.
Analog zum KfW-Förderprogramm 440 gab es auch das
KfW-Förderprogramm 441. Hierbei wurden Unternehmen und
kommunale Unternehmen, freiberuflich Tätige und
gemeinnützige Organisationen mit bis zu 900 € pro
Ladepunkt gefördert. Dieses Programm
ist jedoch zum Januar 2023 ebenfalls ausgelaufen.
Alle Informationen über die KfW Programme 440 und 441
finden Sie hier:
KfW-Förderung Wallbox
Wallbox ohne Anschaffungskosten
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